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Konnektorentausch – was müssen die Kassen finanzieren?

Die gematik hatte im Februar dieses Jahres beschlossen, dass alle 130.000 Konnektoren für die Telematikinfrastruktur (TI) für den Weiterbetrieb nach Ablauf von fünf Jahren aus Sicherheitsgründen ausgetauscht und durch neue Geräte ersetzt werden müssen. In diesem Jahr fallen die ersten Konnektoren, die bereits 2017 installiert wurden, unter die Austauschpflicht. Laut gematik sind 15.150 Geräte betroffen, im Jahr 2023 sind es dann 58.083 und 2024 dann noch einmal 54.914 Geräte.

 

Grund für den Tausch ist nach Angaben des GKV-Spitzenverbands, dass die Laufzeit des Sicherheits­zertifikats im Konnektor nur noch maximal sechs Monate beträgt.

Wenn die Praxen in den vergangenen Jahren im Umgang mit der TI und ihren Anwendungen etwas gelernt haben, dann, dass es teuer wird. Die ursprünglich beschlossenen Pauschalen zur Förderung der TI reichten vorne bis hinten zur Finanzierung der anfallenden Kosten nicht aus. Dazu kamen noch Zusatzkosten, die zur Behebung der zahlreichen Störungen fällig wurden. Deshalb war es schon einmal ein erster Schritt, dass im Mai dieses Jahres die bestehenden Pauschalen angepasst und neue Pauschalen beschlossen wurden. Diese Entscheidung wurde nicht einvernehmlich zwischen KBV und Krankenkassen vereinbart, sondern durch das Bundesschiedsamt festgesetzt. Da im Mai ebenfalls die Verhandlungen der Verhandlungspartner zur Finanzierung der Austauschkosten für die Konnektoren scheiterten, hat die KBV im Mai auch hier das Bundesschiedsamt angerufen.

Förderung zum Konnektorentausch steht

Laut Schiedsspruch beträgt die Höhe der Förderung für den Austausch des Konnektors 2.300 EUR. Damit liegt die Summe unter der Forderung der KBV, die eine komplette Kostenübernahme gefordert hatte, aber höher als die Summe, die die Krankenkassen zur Finanzierung bereitstellen wollten.

Zunächst sind vor allem Konnektoren des Herstellers Compugroup Medical (CGM) betroffen. Nach aktuellen Informationen veranschlagt das Unternehmen für den Konnektoraustausch rund 2.700 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Deshalb hat die KBV bereits die Forderung einer Preissenkung aufgestellt.

Für die Praxen kann es sinnvoll sein, sich nach Alternativen zur stationären Konnektor-Box umzusehen. Dies könnten cloudbasierte Lösungen sein. Bei diesen liegt der Konnektor in einem Rechenzentrum und kann damit sogar per Fernwartung ausgetauscht werden. Laut Spezifikation der Geräte sind die Konnektoren untereinander austauschbar, jeder Konnektor sollte mit jeder Praxis-IT funktionieren. Hersteller cloudbasierter Konnektoren liegen im Vergleich zu einem stationären Gerät z.T. deutlich unter den Kosten für einen stationären Konnektor.

KV-spezifische Regelungen beachten

Die Auszahlungsmodalitäten sind im Einzelnen noch nicht bekannt. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer zuständigen KV nach den formal erforderlichen Regelungen bzw. Nachweisen, die zur Auszahlung der Fördersumme erforderlich sind.