Die European Fertility Week ist eine europaweite Aufklärungs- und Aktionswoche, die 2016 von Fertility Europe ins Leben gerufen wurde. Sie findet jährlich im November statt. Ziel der Initiative ist es, über Fertilität und ungewollte Kinderlosigkeit zu informieren, die persönlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen sichtbar zu machen und sich für einen gleichberechtigten Zugang zu sicheren und effektiven Kinderwunschbehandlungen einzusetzen. 2026 richtet die Kampagne den Blick auf die Arbeitswelt. Denn eine Kinderwunschbehandlung endet nicht an der Bürotür. Arzttermine, medizinische Behandlungen und die damit verbundenen Belastungen müssen häufig mit beruflichen Verpflichtungen vereinbart werden. Gleichzeitig zögern viele Betroffene, ihre Situation am Arbeitsplatz offen anzusprechen. Unter dem Motto „Double Duty – Fertility@Work“ möchte die European Fertility Week deshalb das Bewusstsein für die Situation von Menschen in Kinderwunschbehandlung stärken. Arbeitgeber, Personalverantwortliche und politische Entscheidungsträger sind aufgerufen, die Vereinbarkeit von Behandlung und Beruf zu verbessern. Dazu gehören der Schutz der Privatsphäre, ein respektvoller Umgang mit Betroffenen, flexible Arbeitsbedingungen, Möglichkeiten für notwendige Abwesenheiten sowie eine Unternehmenskultur, in der Betroffene ohne Angst vor Stigmatisierung Unterstützung suchen können. Die Arbeitswelt kann so einen wichtigen Beitrag leisten, damit Menschen mit Kindewunsch nicht zwischen beruflicher Entwicklung und Familienplanung wählen müssen.
Weitere Informationen zur European Fertility Week, zu den geplanten Aktionen und zu den Möglichkeiten, die Initiative zu unterstützen, finden Sie auf der Website von Fertility Europe. Dort können sich Betroffene zudem an der europäischen Befragung „Infertility in the Workplace“ beteiligen.

